Tiefbrunnenbauprojekt in Diourbel / Senegal
Zusammen mit unserem 1992 gegründeten Projektpartner „Hilfe für Afrika – Wasser für Senegal e.V.“ möchten wir uns im Jahr 2010 engagieren, abgelegene Dörfer im Senegal mit ausreichend Wasser zu versorgen. Die Wassersituation in senegalesischen Dörfern ist zum Teil dramatisch. Um Wasser zu holen, müssen Frauen und Kinder tagsüber und nachts oft Kilometer zu Fuß gehen, damit sie Ihre Großfamilien (8-10 Personen) versorgen können.
Die ersten Tiefbrunnen wurden von „Hilfe für Afrika – Wasser für Senegal e.V.“ im Jahre 1993 finanziert und erstellt. Sie wurden von einheimischen Brunnenbauern von Hand gegraben - eine oft sehr schwierige Aufgabe, da während der Regenzeit (ca. Juli bis September) die Brunnen auf herkömmliche Weise nicht weitergebaut werden konnten. Mittlerweile arbeitet der Verein mit einer Firma zusammen, die die Brunnen mit modernen Geräten erstellt.
Bisher konnten 65 Brunnen für ca. 50.000 Dorfbewohner gebaut werden, wobei sich die Dörfer mit einem Geldbetrag am Bau „Ihres Brunnens“ finanziell beteiligen. So entsteht ein Verantwortungsbewusstsein, welches gewährleistet, dass die Brunnen von den Dorbewohnern als Eigentum angesehen und entsprechend gepflegt und instand gehalten werden.
Die Projektleiter von „Hilfe für Afrika – Wasser für Senegal e.V.“ haben nun weitere sehr trockene und wasserbedürftige Gegenden in der Region um Dakar ausfindig machen können. Es handelt sich vor allem um die Region Diourbel. In dieser Region befinden sich 24 Dörfer mit ca. 10.000 Einwohnern. Viele Dorfbewohner mussten in den letzten Jahren aus Wassermangel bereits ihre Dörfer verlassen, um sich eine neue Bleibe zu suchen. Die jüngeren Generationen ziehen weg, weil sie keine Perspektive mehr sehen - die Dörfer „bluten“ langsam aber sicher aus. Anfragen bezüglich einer staatlichen Unterstützung zur Wasserversorgung bleiben seit Jahren unbeantwortet.
Die TOOLS FOR LIFE Foundation und „Hilfe für Afrika – Wasser für Senegal e.V.“ haben sich gemeinsam entschieden, mit einem neuen Projekt zu helfen. Es beinhaltet eine mit Spezialbohrgeräten durchzuführende Bohrung bis zu einer Tiefe von ca. 120 Metern. Mittels eines Diesel-Stromaggregates wird anschließend das Wasser auf einen ca. 25 Meter hohen Wasserturm befördert und von dort mit Hilfe einer Druckerhöhungsanlage in die Versorgungsrohrleitungen gepumpt, welche dann in die Dörfer führen. Die Kosten für den Wasserturm einschließlich der gesamten Technik, das Technikgebäude, der Wärterraum und der Schutzzaun sollen durch Spenden der Spendenaktion „Endjahresgeschenke als Spende für den Senegal“ abgedeckt werden.





